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Glossar

Bioregulator (Khavinson-Peptid)

Khavinson-Bioregulatoren sind sehr kurze Peptide, meist Di- bis Tetrapeptide, aus Gewebeextrakten. Herkunft, DNA-Bindungshypothese und Evidenzlage.

Bioregulatoren, allgemein Khavinson-Peptide genannt, sind sehr kurze Peptide — meist Di-, Tri- oder Tetrapeptide —, die aus einem Programm der Sowjetzeit unter Leitung von Wladimir Khavinson am St. Petersburger Institut für Bioregulation und Gerontologie hervorgingen. Die erste Generation waren Zytomedine: rohe Peptidfraktionen, extrahiert aus tierischen Geweben (Thymus für Thymalin, Zirbeldrüse für Epithalamin). Die zweite Generation, Zytogene, sind chemisch definierte synthetische Sequenzen, die den aktiven Kern nachbilden sollen — Epitalon (AEDG), Vilon (KE), Pinealon (EDR), Cortagen (AEDP).

Die Hypothese und das Evidenzproblem

Der vorgeschlagene Mechanismus ist ungewöhnlich: Diese Peptide seien klein genug, um in den Zellkern zu gelangen und spezifische Promotorsequenzen in doppelsträngiger DNA zu binden, was gewebeselektive Transkriptionseffekte hervorrufe. Die unterstützenden Arbeiten stammen überwiegend von der ursprünglichen Arbeitsgruppe und wurden vorwiegend in russischsprachigen Fachzeitschriften veröffentlicht; eine unabhängige Replikation der Befunde zur DNA-Bindung und Lebensspanne ist begrenzt. Schon die Namensgebung verrät eine Logik nach Herkunftsgewebe statt eines zielbasierten Designs: Cerluten (Gehirn), Ventfort (Gefäße), Sigumir (Knorpel).

Chemisch sind sie trivial zu synthetisieren, per MS leicht zu charakterisieren und instabil gegenüber Proteolyse, weshalb sowohl sublinguale als auch injizierbare Formate angeboten werden.

Tripeptid · Telomerase · präklinisch. Referenzmaterial: Khavinson-Bioregulatoren, Epitalon, Thymalin. Weiterführende Lektüre: der Bioregulator-Katalog erklärt.

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