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Glossar

Neurotrophin

Neurotrophine sind eine Familie aus vier Wachstumsfaktoren (NGF, BDNF, NT-3, NT-4/5), die über Trk-Rezeptoren und p75NTR signalisieren. Struktur und Kontext.

Neurotrophine sind eine kompakte Familie sezernierter Wachstumsfaktoren, bestehend aus NGF, BDNF, NT-3 und NT-4/5. Alle vier teilen eine Cystinknoten-Faltung, bilden nicht-kovalente Homodimere und werden als Pro-Formen gebildet, die von Furin oder Prokonvertasen gespalten werden. Sie steuern das neuronale Überleben, das Axonwachstum, die synaptische Stärke und in sensorischen Neuronen die Sensibilisierung von Nozizeptoren.

Rezeptorlogik

Zwei Rezeptorsysteme arbeiten parallel. Die Trk-Rezeptortyrosinkinasen verleihen der Familie ihre Selektivität: NGF bevorzugt TrkA, BDNF und NT-4/5 bevorzugen TrkB, NT-3 bevorzugt TrkC mit gewisser Kreuzreaktivität zu TrkA/TrkB. Der p75-Neurotrophinrezeptor, ein Mitglied der TNF-Rezeptor-Superfamilie, bindet alle vier mit ähnlicher Affinität und bindet zusammen mit Sortilin bevorzugt die ungespaltenen Pro-Formen — wobei er Apoptose und den Kollaps von Wachstumskegeln signalisiert. Ob ein Neurotrophin ein Neuron unterstützt oder eliminiert, hängt daher vom Prozessierungszustand und davon ab, welche Rezeptoren die jeweilige Zelle exprimiert.

Für Katalogzwecke gilt: Neurotrophine selbst sind rekombinante Proteine, keine synthetischen Peptide. Kleine Peptide, die in der kognitiven Kategorie angeboten werden, werden als Modulatoren der Neurotrophin-Expression oder als Trk-gerichtete Mimetika untersucht — eine Unterscheidung, die in jeder experimentellen Darstellung erhalten bleiben sollte.

nootrop · rekombinant · in vitro. Referenzmaterial: Neurotrophin-Forschungsfamilie, nootrope Peptide. Weiterführende Lektüre: Themenbereich Hirnforschung.

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