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Glossar

REV-ERB

REV-ERB alpha und beta sind hämbindende Kernrezeptoren, die BMAL1 unterdrücken und die circadiane Uhr mit dem Stoffwechsel verbinden. Definition und Kontext.

REV-ERB bezeichnet zwei eng verwandte Kernrezeptoren, REV-ERB alpha (NR1D1) und REV-ERB beta (NR1D2). Sie sind in der Rezeptor-Superfamilie ungewöhnlich, weil ihnen die C-terminale Helix 12 fehlt, die zur Rekrutierung von Koaktivatoren benötigt wird; sie wirken daher ausschließlich als Repressoren: Ligandengebundenes REV-ERB besetzt ROR-Response-Elemente und rekrutiert den NCoR/HDAC3-Komplex. Ihr natürlicher Ligand ist Häm, was sie zu direkten Sensoren des zellulären Hämstatus macht.

Warum REV-ERB wichtig ist

In der zentralen circadianen Schleife unterdrückt REV-ERB die Transkription von Bmal1 als Gegenspieler der aktivierenden ROR-Rezeptoren, und die daraus resultierende Oszillation legt die Phase nachgeschalteter uhrgesteuerter Gene fest. Da die HDAC3-Rekrutierung auch lipogene und glukoneogene Promotoren in der Leber sowie oxidative Gene im Muskel betrifft, ist REV-ERB eine der deutlichsten molekularen Verbindungen zwischen circadianem Timing und Stoffwechsel.

Synthetische Agonisten wie SR9009 (Stenabolic) und SR9011 sind der Grund, warum der Begriff in Katalogen für Forschungssubstanzen auftaucht. Die Zuordnung ist wichtig: Eine Studie aus dem Jahr 2019 berichtete, dass SR9009 auch in Zellen, denen REV-ERB vollständig fehlt, metabolische Effekte hervorruft; Off-Target-Aktivität ist daher Teil der aktuellen Literatur und keine Fußnote. Verwandte Stoffwechselarbeiten zielen auf PPAR-delta.

AMPK · präklinisch. Referenzmaterial: Metabolische & zirkadiane Verbindungen. Weiterführende Lektüre: Was ist SR9009? sowie Cardarine vs. SR9009.

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